> Der Garten

Ab sofort gibt es unseren Gartenplan auf dieser >>> Sonderseite!



Nach einer intensiven Planungsphase, unterstützt durch zahlreiche Besuche öffentlicher und privater Gärten und Parks in Deutschland und den Niederlanden, sowie des Studiums von Gartenbüchern, Magazinen und Fachliteratur, reifte schließlich das Konzept der heutigen Gestaltung heran.
Das Ziel war ein üppiger Landhausgarten im englischen Stil. Aber auch streng formale, an Barockgärten erinnernde Elemente durften nicht fehlen. Begonnen haben wir 1999, um Stück für Stück einen verwilderten Obstgarten zu einer Oase der Ruhe und Struktur mit harmonischen Farbenspielen umzuwandeln. Nach Planumsetzung, verbunden mit viel körperlicher Arbeit, sind schöne „Gartenzimmer“ auf dem 1.300 qm großen Areal entstanden.
 

Die Idee der freien und offenen Gestaltung mit ländlichem Charakter wurde, in Anlehnung an den englischen Stil der „Mixed Border“, im Vorgartenbereich –Jedermanns Freude- aufgenommen.
Akzente werden durch die Art der Bepflanzung und Höhenabstufungen innerhalb der Beete gesetzt. Der Besucher betritt den Garten durch das grüne Gartentor. Der Hauptweg führt entlang der Garage, die sich mit der Kletterrose „New Dawn“ schmückt. Den Weg begleiten Buchskugeln und -hochstämmchen, umspielt von der wunderbaren Katzenminze „Walkers Low“. Dies ist schon eine Andeutung auf die architektonisch, formale Gestaltung im angrenzenden Gartenzimmer.
Im Vorgarten spazieren die Augen von einem runden Rosenbeet über das Beet –Ton in Ton-  bis zum dritten Beet, primär bepflanzt mit frühjahrs- und sommerblühenden Stauden in harmonischer Farbabstimmung. Den Endpunkt dieser Sichtachse markiert die Gartenbibliothek.
 

Im Hochsommer begleiten weiße und zurückhaltend roséfarbene Dahlien die opulenten Farbexplosionen in den Beeten.  Diese liegen inselartig in einer Rasenfläche, damit man den Duft der Pflanzen aufnehmen und die einzelnen Blüten aus nächster Nähe betrachten kann. Da der Vorgarten zum Straßenniveau hin tiefer liegt, ist eine Böschung entstanden, die eine Bepflanzung mit den verschiedensten Blütengehölzen und Bodendeckern erhalten hat. Um auch hier, wie im angrenzenden „Gartenzimmer“, einen räumlichen Eindruck zu vermitteln und gleichzeitig das vertikale Element zu betonen begrenzen Spalier-Linden,  in einer strengen Geraden ausgerichtet, den Böschungsfuß.
Die Kronen der Linden werden über die Jahre zu einem grünen „Bilderrahmen“ zusammenwachsen und die Umgebung quasi ausblenden, um den Blick im Garten zu halten.

Da der Garten eine stadtnahe Lage hat,  macht es keinen Sinn die Umgebung in die Gartengestaltung einzubeziehen, wenngleich dies auf dem Lande als Kunstgriff gilt.  Der freie Blick vom tieferliegenden Garten auf die „blühende Böschung“ bleibt jedoch uneingeschränkt erhalten.
Im zeitigen Frühling ziehen zahlreiche Tulpen in Beeten und Töpfen, sowie eine kleine Narzissenwiese die Blicke der Besucher an. Die Gartenzimmer sind durch eine hohe Hainbuchenhecke mit Bogendurchgang und Heckenfenster unterteilt, um beim Besucher die Spannung zu erhöhen und neugierig auf den Gestaltungsstil im angrenzenden Gartenteil zu machen.
Die Idee mit formalen und klassischen Elementen zu gestalten, wurde im hinteren Gartenbereich
-Geheimer Garten- verwirklicht. Den Besucher erwartet in diesem Gartenteil, der durch helle Kieswege erschlossen ist, eine romantische Gartensituation, in der Form und Symmetrie die Hauptrollen spielen. Vorbei an einem formalen Garten mit Wegekreuz und Brunnen, ein Zitat barocker Klostergärten.
Die vier mit Buxus gerahmten Beete sind vielfältig mit Rosen, Blütenstauden, Kräutern und Sommerblumen bepflanzt. Der strenge Rahmen erlaubt eine kontrastierende üppige Bepflanzung. Gegenüber ein kleiner Knotengarten nach englischem Vorbild, sowie ein mit Azaleen und Rhododendren bepflanztes Hügelbeet. Der zentrale Weg, gesäumt von Buchskegeln und Kugelahorn, führt zu einem weißen Teehaus, das bei jeder Witterung zum Verweilen einlädt. Sichtachsen werden durch Steinfiguren und Objekte betont, die gleichzeitig trickreich den Blick lenken. Weiter über eine schmale Treppe vorbei an einem eleganten weißen Beet.
 

Dies ist eine bescheidene Hommage an den „Weißen Garten“ von Vita Sackville-West´s Sissinghurst, gelegen in der englischen Grafschaft Kent. In ihren Briefen hat sie uns u.a. ein so  erfrischend pragmatisches Motto hinterlassen, das da lautet:

„ Lasst uns pflanzen und fröhlich sein,
denn nächsten Herbst sind wir vielleicht alle ruiniert.“

Für wahr, jeder in den Garten investierte Euro beschert uns eine Rendite, die mit keiner anderen Anlage zu erreichen ist. Nur Freude und Gartenglück - ein paradiesisch schönes Sinneserlebnis!

 

Der Weg führt weiter vorbei am „Buchstheater“ Topiary und der Brunnenlaube zur Terrasse. Von dort fällt der Blick auf die Ruhe-Insel am Taubenhaus, umwogt von Hortensien und Rosen. (Hier kann man ganz abgeschirmt vom übrigen Garten und im Schatten hoher Gehölze einen schönen Sommertag geniessen!) Weiter geht der Rundgang über  einen schmalen Pfad ums Haus zum Schattenbeet, vorbei am „Beerengarten“ bis er auf dem Pflasterrondell,  unter einem alten Apfelbaum, endet. Ein besonderes Highlight ist hier Mitte Juni die Blüte der Ramblerrose „Bobbie James“, die den Apfelbaum in eine schneeweiße, duftende Blütenwolke hüllt.
Die liebevoll und harmonisch gestalteten Gartenräume vermitteln dem Besucher pure Freude und Gartenglück.
 



 

 Zahlreiche Sitzgelegenheiten ermöglichen, die  Facetten des Gartens aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu betrachten und zu erspüren, wie wohltuend sich gärtnerisch gestaltete Natur auf Körper, Geist und Seele auswirken kann.

Das Gestaltungskonzept wird ständig verfeinert und braucht immer wieder Korrekturen, denn „fertig“ ist ein Garten nie. So bleibt eine kreative Spannung erhalten, von der Garten und Besitzer leben!