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Es gibt doch nichts Schöneres als an
einem klaren, trockenen Tag im März, nach einer allzu langen Winterpause,
den Duft frischer Gartenerde zu atmen. Alle Sinne sind geschärft und
saugen die erwachende Natur auf wie ein Schwamm, so als wolle man diesen
einmaligen Augenblick festhalten und konservieren. Genießen Sie die neue
Freiheit und erfreuen sich kindlich an den Farben, die jetzt
explosionsartig aus der Erde schießen. Da ist der Krokus, der schon so
lange Anlauf nimmt und nur auf den ersten hellen Tag wartet, um seine
Blütenblätter wie weit ausgebreitete Arme gen Himmel zu strecken, als
wollte er sagen: „Ich habe den langen Winter überstanden und bin wieder
da.“ Die Tulpen und Narzissen, die binnen weniger Tage wie fröhliche,
lustige Gesellen in Reih und Glied aus der Wiese und den Beeten sprießen,
die standhaft und aufrecht dastehen und uns gleichsam zurufen: „Sieh nur,
wie schön ich bin.“ Lässt sich auch nur ein Sonnenstrahl blicken, öffnen
sie ihre Blütenkelche um ihr Innerstes zu wärmen. In allen Ecken des
Gartens regt sich etwas, entsteht neues Leben. Eine beschwingte, leichte
Atmosphäre macht sich breit. Es ist der furiose Auftakt eines viel
versprechenden Gartenjahres. Alle Jahre wieder ein Wunder, welche
natürlichen Kunstwerke sich aus einer unscheinbaren Zwiebel herausschälen.
Vergesst die Schneeglöckchen, Hyazinthen, Lenzrosen und all die Anderen
nicht!
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